Chronik

Alter Schellenbaum

1804
Die erste urkundliche Erwähnung organisierter Blasmusik in Munderkingen findet sich im alten Donauboten. Hier lesen wir aus der Chronik des Metzgers Lorenz Fleischle über die Jahre 1803 –1830: „Anno 1804, den 30. September, hat der österreichische Kaiser die Krone und Würde eines erblichen Kaisers erhalten und ist dieses sehr merkwürdig und nicht nur merkwürdig, sondern auch freudenvoll gewesen. Darum ist auch im ganzen Land Österreich dieser Tag feierlich gehalten worden. Hier war es so: Den 29. September abends um 8 Uhr hat sich die ganze Bürgerschaft auf dem Marktplatz versammeln müssen. Dann ist mit allen Glocken geläutet worden, eine Viertelstunde lang und sind die Böller abgefeuert worden. Den 30., morgens Schlag 5 Uhr sind wieder Böller abgelöst worden und ist türkische Musik gemacht worden. Um halb 6 ist wieder eine Viertelstunde mit allen Glocken geläutet worden, dann wurden die Böller abgelöst. Um 8 Uhr ist Predigt und Hochamt gehalten worden. Da ist von den Bürgern und von den Ledigen paradiert worden und sind von dem k.k. Husarenregiment Plankenstein bei uns gewesen an der Zahl 30 Mann, welche auch paradiert haben und beim Hochamt abgeschirrt. Nachmittags um 2 Uhr ist man wieder in die Vesper gezogen und da haben das Bürgermilitär abgeschirrt und nach der Vesper hat man auf dem Marktplatz noch 2 Salven gegeben und sind die Böller abgelöst worden. Dann ist es vorbei gewesen. Bei der Nacht hat sich ein jeder belustigen können, wie er hat wollen. Ein jeder Bürger hat 12 Kreuzer und die Witiben 6 Kreuzer zu verzehren gehabt, die Schützen aber noch besonders 1 Kreuzer bekommen. Der ganze Magistrat und die bürgerlichen Deputierten haben auf dem Rathaus gegessen und getrunken. Das ist aber das Merkwürdigste, dass wir 1796 am nämlichen Tag den Franzosen als Feind in der Stadt gehabt hatten und 1804 diesen freudvollen Tag erlebt haben. Gott gebe, dass er diesen Tag segne, dass er segne Kaiser Franz I. u. das ganze Haus Österreich mit seiner ganzen Familie.

1817
In einer Beschreibung des Geburtstagsfestes des Königs von Württemberg im Jahr 1817 steht gleichfalls: „In der Früh hat man türkische Musik gemacht und nachmittags ist das Bürgermilitär mit türkischer Musik zum Gasthaus Traube gezogen“.
Im gleichen Jahr gab es auch einen Bericht über die feierliche Einführung des ersten Roggenwagens nach dem Hungerjahr 1816. „Geistlichkeit, Magistrat, Gemeindedeputierte und die Bürgerschaft gingen prozessionsweise, mit den Schulkindern voran bis zur Donaubrücke, wo man den Wagen erwartet hat“. „Hier hat auch das Bürgermilitär mit der hiesigen Musik paradiert.“

1820
In diesem Jahr wird über die Abholung und den Empfang eines neuen Stadtpfarrers, Hochwürdigen Herrn Josef Schwert aus Ehingen berichtet.

1825
Im Donauboten wird berichtet über die Abholung, den Empfang und die Amtseinsetzung des neugewählten Stadtschultheißen, Herrn v. Wocher aus Ehingen, wo die Städtische Musik teilgenommen hat und türkische Musik gemacht worden ist.

1843
In einer Quittung aus dem Jahre 1843, als zum Geburtstag seiner Königl. Majestät die hiesige Bürgergarde paradiert hat, sind aufgeführt der Kapellmeister mit 15 Musikern I. Klasse, 3 Musiker II. Klasse und 4 Musiker III. Klasse.

1884
Gemeinsames Konzert der Musikkapellen Ehingen, Uttenweiler und Munderkingen. Ein Jahr später, 1885, wurde gemeinsam mit dem Kirchenchor ein Konzert gegeben. Beim Priesterjubiläum des Stadtpfarrers und Ehrenbürgers Hochwürdigen Herrn Pfarrer Kriegstötter ist das Städtische Musikcorps groß erwähnt worden.

1904
Aus dem Donauboten wird berichtet: Am Neujahrstag beging der Militärverein sein 25. Stiftungsfest. Nach dem feierlichen Kirchgang war Frühschoppen im „Hecht“, nachmittags Festessen mit 100 Gedecken im „Ochsensaal”. Fabrikant F. Aich hielt eine schwungvolle, von patriotischem Geist getragene Rede. Abends versammelten sich die Mitglieder mit Angehörigen im Saale der „Sonne“. Dabei umrahmte die städtische Musikkapelle. Am 25. Februar 1904 wurde das Geburtstagsfest des Königs geziemend gefeiert. Nach dem Gottesdienst war die weltliche Feier in der „Stadt“. Stadtschultheiß Rapp toastierte auf Ihre Majestät und die Königin Charlotte. Das zahlreich besuchte Festessen im Gasthof zur „Post“ befriedigte vollauf. Die Feier, die mit patriotischen Liedern und Darbietungen der Stadtmusik umrahmt wurde, zeigte aufs neue, dass die Schwabenherzen innig und treu ihrem Fürstenhaus entgegenschlagen.

Annonce im Donauboten

1915
Während des 1. Weltkriegs trat ein Stillstand ein. Bemerkenswert ist die Gründung eines Jugendwehr-Spielmannszuges mit Trommlern und Pfeifern. Erwähnt werden Tambour R. Ertle, für die Pfeifer Konrad Vöhringer, die Gesamtleitung hatte A. Jopp.

Landwehr Musik unter Karl Selzle 1918

1919
Einem Gemeinderatsprotokoll vom 9. Juli 1919 ist zu entnehmen, das sich junge Musiker der Jugendwehr und alte Musiker der Musikgesellschaft zu einer neuen Musikkapelle vereinigt haben. Kapellmeister wird Wilhelm Zimmermann. 1920 legt Kapellemeister Zimmermann sein Amt nieder, Nachfolger wird Anton John.

Stadtkapelle Munderkingen im Jahr 1922

1924
Gründung eines neuen Musikvereins mit eigener Satzung. Die Vorstandschaft bestand aus dem 1. Vorstand Fritz Braunger, 2. Vorstand Alfons Scheible, Kassier Paul Selg und den Ausschussmitgliedern Xaver Braun, Max Ertle, Anton John, Josef Sauter, Fritz Heckenberger, Anton Kreutle, Ludwig Erhart, A. Ertle und Scharwatt.

1925
Der Musikverein verzichtet zugunsten der Musikkapelle Obermarchtal auf das Musikfest. Bis 1932 wurden mit gutem Erfolg Musikfeste in Obermarchtal, Zwiefalten, Andelfingen, Allmendingen, Ehingen und Blaustein besucht.

1933
Mit der Kapelle ging es abwärts. Vielleicht lag es am Zwang der damaligen Zeit und aus den sich ergebenden persönlichen Gegensätzen. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges kam das Musikleben in der Stadt völlig zum Erliegen.

1949
Am 20. November 1949 fand auf Einladung des Bürgermeisters Rast eine Besprechung mit Musikern zur Gründung einer neuen Stadtkapelle statt. Der Anstoß der Stadtverwaltung wurde aufgenommen und eine neue Stadtkapelle Munderkingen gegründet. Vorstand wurde Anton Vogel und Kapellmeister Anton John.

1951
Am 1. September 1951 wird der Dirigentenposten Herrn Musikdirektor Bruno Franz aus Biberach übertragen. Es gelang ihm, die Kapelle in kürzester Zeit auf einen beachtlichen Stand zu bringen. Erste Wertungsspiele in der Unterstufe beim Kreismusikfest in Oberdischingen, 1952 beim Bezirksmusikfest Schussenried, 1953 in Dächingen und 1954 in Rottenacker in der Mittelstufe brachten gute Erfolge.

1956
Die Stadtkapelle Munderkingen tritt beim Kreismusikfest in Schmiechen erstmals in der Oberstufe an. Durch den großen Wechsel und der vielen jungen Musiker war es in der verhältnismäßig kurzen Zeit eine schwere Aufgabe und eingroßes Wagnis sich in der Oberstufe zu beteiligen. Aber von allen Wertungsspielen konnte die Kapelle mit einem 1. Rang zurückkehren.

1958
Ein herausragendes Ereignis waren die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Stadtkapelle, verbunden mit dem 9. Kreismusikfest am 14./15. Juni 1958. Am Festzug nahmen 23 Musikkapellen teil, bei der Marschmusikbewertung 12 Kapellen. Auch ein Kinderfest mit Umzug durch die Stadt wurde bereits an diesem Fest gefeiert. In den Jahren danach nahm die Kapelle unter Dirigent Bruno Franz an zahlreichen Musikfesten und Wertungsspielen mit großem Erfolg teil.

Stadtkapelle Munderkingen im Jubiläumsjahr 1958
mit Vorstand Anton Vogel und Dirigent Bruno Franz

1967
Nach 16-jähriger Tätigkeit legt am 01. Oktober 1967 Musikdirektor Bruno Franz den Dirigentenstab bei der Stadtkapelle Munderkingen nieder. Zusammen mit Vorstand Anton Vogel war es gerade er, der die Stadtkapelle nach dem Krieg mit aufgebaut und erfolgreich geleitet hat.

Fasnet 1967 Ringtreffen, Dirigent Bruno Franz

1969
Die Dirigentennachfolge erwies sich als schwierige Angelegenheit und so trugen häufige Wechsel nicht gerade zur Entwicklung der Stadtkapelle bei. So leiteten nach 1967 Hans Stumpe und eigene Musiker zeitweise die Kapelle. Ein Meilenstein in der Geschichte war auf Betreiben von Bürgermeisters Albert Rist und Vorstand Anton Vogel die Gründung eines eigenständigen Musikvereins. 1. Vorsitzender wurde Wolfgang Aßfalg, 2. Vorsitzender Leo Braisch, Kassier Alois Fritz, Schriftführer Georg Müller. Beisitzer für die Aktiven Willi Lipsz, Bruno Schmid, Erwin Ritscher und Adolf Schwendele. Vertreter der Passiven Meinrad Schlosser, Egon Braisch u. Georg Grab. Zum neuen Dirigenten wurde Musikdirektor Hans Abele bestellt, der die Stadtkapelle schon im Jahr 1969 in Unterhausen beim Wertungsspiel in der Oberstufe zu einem vielbeachteten 1. Rang mit Auszeichnung führte.

Gründung der 1. Jugendkapelle
Auch die erste Jugendkapelle wurde im Jahr 1969 gegründet. Jugendleiter war Herr Meinrad Schlosser, Jugenddirigent Anton Kamras. Einige Zeit später übernahm der unvergessene Georg Stöhr das Amt des Jugendleiters und Jugenddirigenten. Die Jugendarbeit der Stadtkapelle stand in dieser Zeit in voller Blüte, über Nachwuchssorgen war nicht zu klagen.

Unvergessen: Jugendleiter und -dirgigent
Georg (Tschmell) Stöhr

Munderkinger Sommerfest
Seit 1969 ist die Stadtkapelle auch Ausrichter des traditionellen Munderkinger Sommerfestes, das 1952 erstmals in den städtischen Anlagen abgehalten wurde. Zahlreiche Musikertreffen, auch mit ausländischen Gastorchestern wurden in den Folgejahren veranstaltet.

Munderkinger Sommerfest

1972
Nach weiteren Dirigentenwechseln mit Rudi Hoffmann und Max Graunke übernahm am 1. November 1972 Wolfgang Oberndorfer die Leitung der Stadtkapelle und führte sie zu einem respektablen musikalischen Klangkörper.

1974
Die Mitglieder der Stadtkapelle und der Jugendkapelle erhielten eine neue Uniform. Im Jahr danach wurde bei eine Mitgliederwerbeaktion der Mitgliederstand der Passiven von 178 auf 345 erhöht. Eine Zahl, die sich bis heute leider nicht mehr nach oben verändert hat.

1980
Nachdem die Stadtkapelle 20 Jahre lang, von 1960 bis 1980 im obersten Stock des ehemaligen Gasthauses „Ochsen“ ihren Proberaum hatte, wurde dieses Gebäude an die Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen verkauft und man stand auf der Straße.

Wolfgang Aßfalg (links) übergibt sein Amt
an den neuen Vorsitzenden Josef Traub

Bau des Musikerheimes
Mit dem neuen Vorsitzenden Josef Traub, der Wolfgang Aßfalg nach 11-jähriger Amtszeit ablöste, wurde nun der Bau eines eigenen Probeheimes verwirklicht. Durch Zustimmung des Gemeinderates konnte der Farrenstall abgerissen werden und nach 1-jähriger Bauzeit konnten die Innenräume am 1. Mai 1981 eingeweiht werden. Schon damals wurde mit enormen Eigenleistungen, der Unterstützung durch Munderkinger Firmen und zahlreichen Spenden diese große Aufgabe bewältigt. Unser Ehrenmitglied Hellmut Lang übernahm die künstlerische Ausmalung von Proberaum und Giebelseite.

Wandgemälde „Stadtansicht Munderkingen“ im neuen Musikerheimvon Hellmut Lang

1982
Nach dem plötzlichen Tod von Jugendleiter und Jugenddirigent Georg Stöhr übernahm Günther Jirka die Leitung der Jugendkapelle. Seine erste Bewährungsprobe hatte der neue Leiter beim Jugendkritikspiel in Seissen, wo ein beachtlicher Erfolg erzielt wurde. Zahlreiche Wertungsspiele wurden in den Folgejahren besucht, Standkonzerte gegeben und eine Konzertreise nach Riedisheim/Frankreich unternommen.

1983
Ein weiterer Höhepunkt unter dem Vorsitz von Josef Traub war die Ausrichtung des 13. Kreismusikfestes des Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau vom 10. – 13. Juni 1983 in Munderkingen. 42 Musikvereine beteiligten sich am Festzug und 21 Orchester stellten sich der Jury beim Wertungsspiel. Bürgermeister Albert Rist u. Hellmut Lang wurden aufgrund ihrer großen Verdienste zu Ehrenmitglieder ernannt.

Stadtkapelle Munderkingen im Jubiläumsjahr 1983
mit dem 1. Vorsitzenden Josef Traub und Dirigent, Musikdirektor Wolfgang Oberndorfer

1986
Nach 14 Jahren gab es wieder einen Dirigentenwechsel. Musikdirektor Wolfgang Oberndorfer übergab die musikalische Leitung an Thomas Frasch, ein Eigengewächs der Stadtkapelle, der sich mit großem Elan ans Werk machte. Gleichzeitig gab es auch einen Wechsel an der Spitze des Vereins. Axel von Bank wurde in das Amt des 1. Vorsitzenden gewählt.

1987
Beim 1. Wertungsspiel unter der Leitung von Thomas Frasch wurde in Burgrieden in der Oberstufe auf Anhieb ein 1. Rang mit Auszeichnung erzielt.

Rückkehr vom Kreismusikfest Burgrieden,
Einmarsch in die Stadt

1988
Hubert Rupp übernimmt das Amt des Jugendleiters von Günther Jirka. In den Folgejahren wird gemeinsam mit den Musikvereinen Emerkingen und Obermarchtal ein Gemeinschafts- Jugendorchester gegründet unter Leitung von Thomas Frasch. Später kommt aufgrund der zahlreichen Jugendlichen noch ein Jugendvororchester hinzu, das bis heute von Hubert Rupp geleitet wird. Spielmannszug der Stadtkapelle mit Tambourmajor Günther Jirka.

Spielmannszug der Stadtkapelle mit Tambourmajor Günther Jirka

1989
Gründung eines Seniorenorchesters „Alte Kameraden“ unter Leitung von Günther Jirka. Im gleichen Jahr wird ein Spielmannszug mit Trommlern und Pfeifern zur Unterstützung der Stadtkapelle bei der Marschmusik gegründet. Tambour ist ebenfalls Günther Jirka.

Seniorenorchester „Alte Kameraden“ Aufnahme aus dem Jahr 2001

1990
Die Stadtkapelle weiht ihre 1. Fahne, in diesem Fall eine Standarte. Der Entwurf stammt von unserem Ehrenmitglied Hellmut Lang, gefertigt wurde die Standarte in der Paramentenwerkstatt Elisabeth Aßfalg-Lander. Höhepunkt war die feierliche Weihe in der Stadtpfarrkirche und ein Fest mit Vertretern der 5 ehemaligen Vorderösterreichischen Donaustädte Riedlingen, Mengen, Saulgau und Bad Waldsee.

Standarte nach der Weihe in der Stadtpfarrkirche

1992
Munderkingen feierte bei zahlreichen Veranstaltungen seine erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 792. Höhepunkte der 1200 Jahrfeier waren ein historischer Markt und der historische Festzug mit nahezu 3.500 Teilnehmern und zahlreichen Musikkapellen.

Festwagen 1200 Jahre Munderkingen 1992

Höchststufe
Nach einem musikalischen Rückschlag beim Kreismusikfest in Arnach / Allgäu entschloss sich Thomas Frasch mit seiner Stadtkapelle erstmals zur Teilnahme in der Höchststufe beim Wertungsspiel in Dellmensingen. Groß war die Freude, dass beim ersten Anlauf bereits die Bestnote Sehr-Gut erzielt wurde.

1994
Es folgten weitere Wertungsspiele in der Höchststufe, unter anderem beim Kreismusikfest in Unterstadion und beim Landesmusikfest Niedersachsen in Cloppenburg, wo ebenfalls die Bestnote erzielt wurde und dies bei internationaler Konkurrenz. In diesem Jahr war auch die Geburtsstunde unserer Freundschaft mit dem Blasorchester Essen/Oldenburg, wo unser langjähriger Musiker Georg Breiler seine neue Heimat gefunden hat.

1997
Dirigent Thomas Frasch, der durch sein musikalisches Können und seine unermüdliche Arbeit die Stadtkapelle zu einem sehr guten Höchststufen-Orchester geführt hat, gibt seinen Wechsel zur Stadtkapelle Kempten bekannt. Das letzte Weihnachtskonzert unter seiner Leitung wird zu einem grandiosen Erfolg, die Donauhalle konnte den Besucherandrang kaum fassen. Zuvor wurde im gleichen Jahr beim Bezirksmusikfest in Kempten wieder ein 1. Rang mit Auszeichnung in der Höchststufe erzielt.

Teilnahme am Wertungsspiel in der Höchststufe in Kempten

1998
Die intensive Suche nach einem Nachfolger für Thomas Frasch gestaltet sich sehr schwierig. Nicht weniger als 16 Bewerber aus dem In- u. Ausland interessierten sich für das Amt des Dirigenten. Thomas Frasch leitet die Stadtkapelle und das Jugendorchester unterdessen kommissarisch weiter. Hervorragende Erfolge erzielte das Orchester beim Landesmusikfest in Ehingen und beim Kreismusikfest in Ingerkingen, wo erstmals auch das Gemeinschaftsjugendorchester der Musikvereine Emerkingen, Munderkingen und Obermarchtal in der Höchststufe antrat und die Note Sehr- Gut bis Gut erreichte.

Neuer Dirigent
Im Spätsommer 1998 wurde mit Karl Petermann ein neuer Dirigent gefunden. Das erste Weihnachtskonzert der Stadtkapelle 1998 unter der neuen Leitung von Karl Petermann. Auf der linken Seite sein Vorgänger Thomas Frasch.

Das erste Weihnachtskonzert der Stadtkapelle 1998 unter
der neuen Leitung von Karl Petermann

1999
Beim Kreismusikfest in Obermarchtal erreicht die Stadtkapelle auch unter der neuen Leitung von Karl Petermann auf Anhieb in der Höchststufe die Bestnote Sehr- Gut. In den Folgejahren beteiligte man sich an Wertungsspielen bei den Kreismusikfesten in Rottenacker, Emerkingen und Schmiechen, wo in der Höchststufe jeweils Bestnoten erzielt wurden.

2002
Plötzlich und unerwartet ereilt uns während des Sommerfestes die Nachricht vom Tod unseres jüngsten Ehrenmitgliedes Günther Jirka. Über Jahrzehnte war er aktiver Musiker der Stadtkapelle, Jugendleiter und Jugenddirigent, Tambour des Spielmannszuges, Dirigent der „Alten Kameraden“ und viele Jahre stellvertretender Vorsitzender. Mit ihm verliert die Stadtkapelle einen besonders engagierten Freund und Musiker.

Stadtkapelle beim Weihnachtskonzert 2002
mit Dirigent Karl Petermann

Weihnachtskonzert
Beim traditionellen Weihnachtskonzert der Stadtkapelle wird als Höhepunkt die Sinfonie „Herr der Ringe“ mit großem Erfolg aufgeführt. Die Weihnachtskonzerte der Stadtkapelle bestehen seit 1954 fast ohne Unterbrechung und alle Dirigenten, von Bruno Franz über Hans Abele, Wolfgang Oberndorfer und Thomas Frasch bis hin zum heutigen musikalischen Leiter Karl Petermann haben das Publikum mit herausragenden Werken verwöhnt und die Musikerinnen und Musiker jeweils zu Höchstleistungen gefordert.

2003
Das Musikerheim platzt aus allen Nähten und die Akustik lässt schwer zu wünschen übrig. Es wird ein Anbau beschlossen, der Einbau einer Dämmung und die damit verbundene Verbessserung der Raumakustik.

Das 1980/1981 erbaute Musikerheim
nach dem Umbau 2003/2004

2004
Die Erweiterung und Verbesserung der Raumakustik im Musikerheim wird nach nur elfmonatiger Bauzeit in Eigenleistung abgeschlossen. Rechtzeitig vor dem großen Jubiläum konnte das gelungene Werk mit einem „Tag der offenen Tür“ am 28. März gefeiert werden. Allen Munderkinger Firmen, Spendern, freiwilligen Helfern, der Stadt und den Musikerinnen und Musikern gilt ein herzlicher Dank für den enormen Einsatz und das große Engagement.